Tag: CDU

Das erste Mal

Posted by – 8. Juli 2012

Nein, nicht das. Gemeint ist natürlich der erste Kontakt mit Alkohol in der Jugend. Für den einen ist es der Kasten Bier nach dem Training im Fußballverein oder bei der Freiwilligen Feuerwehr nach der Übung. Alkohol ist vollkommen normal und das nicht-trinken gilt im besten Fall als ungewöhnlich.

Jetzt sorgt die u.a. für Jugend zuständige Bundesministerin Schröder mit einem neuen Gesetzentwurf für Unmut. Laut ‚Bild am Sonntag‘ müssen Jugendliche unter 16 Jahren dann künftig öffentliche Veranstaltungen mit Alkoholausschank bis spätestens 20 Uhr verlassen haben, zumindest wenn sie ohne Eltern dort sind. Die Maßnahme soll im Kampf gegen Komasaufen helfen.

Jetzt ist es aber gerade die Jugendorganisation der CDU, die Junge Union JU, d.h. die Partei von  Frau Schröder, die Jugendliche mit verbilligten Alkohol in ihre Organisation locken möchte. Seit ein paar Jahren wird von der JU das Label ‚Black is beautiful‘ für eine Party-Reihe. Wie eine solche Party dann aussieht hat der NDR mit einem Kamerateam dokumentiert. Den passenden Bierdeckel kann der Ortverband im JU-Shop kaufen, Euro 2,40 für 50 Stück ‚Bierglasuntersetzer mit Beitrittserklärung‘.

Daran ist in meinen Augen nichts verwerflich, Alkohol für Jugendliche ist in unserer Gesellschaft normal. Um die politischen Absichten und Ansichten beim Jugendschutz richtig einordnen zu können sollte man es aber wissen.

Frau Schröder trat im Alter von 14 Jahren in die Junge Union ein. Ich selbst war von 1998 bis 1999/2000 in der Jungen Union im Saarland engagiert. Nach dem Beginn meines Studiums habe ich mich dort aber nicht mehr blicken lassen, u.a. weil die Junge Union als einen reinen Sauf-Verein wahrgenommen habe und sich die politische Arbeit darauf beschränkte im richtigen Moment die Hand zu heben. Frau Schröder scheint es dort besser gefallen zu haben.

Starke Familie – Wohnen für Hilfe

Posted by – 12. Juli 2009

Isotopp schreibt über unsere Familienministerin, die sich gerade von einer Studie der Robert-Bosch Stiftung distanziert.

Laut Spiegel Online gehen der Ministerin die Vorschläge wohl zu weit.

Die Experten empfehlen die umfassenden staatlichen Sicherungssysteme teilweise durch mehr bürgerschaftliches und privates Engagement zu entlasten. Weiter plädieren die Gutachter für mehr Rechte alternativer Lebensformen. Die Kommission schlägt etwa vor, die sogenannte Schwulenehe auch auf andere Partnerschaftsmodelle auszudehnen. Dieser Rechtsrahmen könne beispielsweise für „zusammenlebende Alte sinnvoll sein, die bereit sind, einander zu pflegen“, heißt es in der Studie.

Hier bei uns im Saarland ist die CDU wohl pragmatischer. Hier gibt es ein Projekt Studierenden eine günstige Möglichkeit zum Wohnen zu verschaffen. Die Studierenden sollen für eine unentgeltliche Unterbringung im Haushalt helfen:

Die Idee des Projekts ist simpel: Ein Student wohnt mietfrei im Haus eines Seniors. Ist zum Beispiel das Zimmer 15 Quadratmeter groß, so muss er pro Monat 15 Hilfsstunden für den älteren Vermieter ableisten. Das generationenverbindende Projekt „Wohnen für Hilfe“ wurde jetzt gestartet und richtet sich an Studenten der Uniklinik in Homburg und der Uni in Saarbrücken. Vorgestellt hat das Wohnprojekt der saarländische Gesundheitsminister Gerhard Vigener gestern an der Uni in Saarbrücken zusammen mit den Partnern Studentenwerk im Saarland und dem Landesseniorenbeirat des Saarlandes.

Wenn Prüfungen anstehen, können die zu leistenden Stunden wohl aufgehoben oder aufgeschoben werden. Anmelden kann man sich auf der Homepage des Projekts www.wohnen-hilfe.de oder unter der Rufnummer (0681)3 02 31 32.