Category: Politik

Hiroshima

Posted by – 6. August 2009

Heute jährt sich der erste Einsatz einer Atombombe gegen Menschen. Wer sich ein mal ein Bild davon machen möchte, wie groß die Vernichtungskraft einer solchen Waffe ist, kann sich mit dem Google Maps Mashup Ground Zero II einen Eindruck davon verschaffen wie viel vom eigenen Wohnort übrig bleibt, wenn man von einer Atombombe getroffen wird:

A-Bombe-Saarbrücken

Zum Thema Atomwaffen und ihre Verbreitung in der Welt gibt es eine sehenswerte Dokumentation vom ZDF: Die Bombe. Neben den Schauplätzen die wir aktuell kennen, wie z.B. Iran oder Nordkorea, gibt es wohl auch in Japan Stimmen die sagen „Wir brauchen die Bombe um uns zu verteidigen, gerade weil sich Hiroshima nicht wiederholen darf“.

Starke Familie – Wohnen für Hilfe

Posted by – 12. Juli 2009

Isotopp schreibt über unsere Familienministerin, die sich gerade von einer Studie der Robert-Bosch Stiftung distanziert.

Laut Spiegel Online gehen der Ministerin die Vorschläge wohl zu weit.

Die Experten empfehlen die umfassenden staatlichen Sicherungssysteme teilweise durch mehr bürgerschaftliches und privates Engagement zu entlasten. Weiter plädieren die Gutachter für mehr Rechte alternativer Lebensformen. Die Kommission schlägt etwa vor, die sogenannte Schwulenehe auch auf andere Partnerschaftsmodelle auszudehnen. Dieser Rechtsrahmen könne beispielsweise für „zusammenlebende Alte sinnvoll sein, die bereit sind, einander zu pflegen“, heißt es in der Studie.

Hier bei uns im Saarland ist die CDU wohl pragmatischer. Hier gibt es ein Projekt Studierenden eine günstige Möglichkeit zum Wohnen zu verschaffen. Die Studierenden sollen für eine unentgeltliche Unterbringung im Haushalt helfen:

Die Idee des Projekts ist simpel: Ein Student wohnt mietfrei im Haus eines Seniors. Ist zum Beispiel das Zimmer 15 Quadratmeter groß, so muss er pro Monat 15 Hilfsstunden für den älteren Vermieter ableisten. Das generationenverbindende Projekt „Wohnen für Hilfe“ wurde jetzt gestartet und richtet sich an Studenten der Uniklinik in Homburg und der Uni in Saarbrücken. Vorgestellt hat das Wohnprojekt der saarländische Gesundheitsminister Gerhard Vigener gestern an der Uni in Saarbrücken zusammen mit den Partnern Studentenwerk im Saarland und dem Landesseniorenbeirat des Saarlandes.

Wenn Prüfungen anstehen, können die zu leistenden Stunden wohl aufgehoben oder aufgeschoben werden. Anmelden kann man sich auf der Homepage des Projekts www.wohnen-hilfe.de oder unter der Rufnummer (0681)3 02 31 32.

Mit Twitter die Bundestagswahl manipulieren

Posted by – 28. Juni 2009

Natürlich kann man mit Twitter die Bundestagswahl nicht manipulieren, aber die drei Schlüsselwörter Twitter, Bundestagswahl und manipulieren sollten für Aufmerksamkeit sorgen. Wie diese Dinge jetzt zusammenhängen? Ganz einfach: eigentlich gar nicht, aber im Sommerloch zwischen zwei Wahlkämpfen kann man ja mal. Ein Problem gib es aber tatsächlich, dazu aber gleich mehr.

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Wo man singt,

Posted by – 22. Juni 2009

dort lasse dich ruhig nieder, denn böse Menschen kennen keine Lieder:

httpv://www.youtube.com/watch?v=ftpKJJqphlo

Das Eröffnungsbild vor dem Start des Videos stammt übrigens vom Cover des Albums Piece of Mind.

Ganz aktuell und wohl auch ganz bewusst als lässig leichter Pop-Song, zum im Radio wünschen:

httpv://www.youtube.com/watch?v=O4vbdusj7Pk

Jetzt kann der Sommer ja kommen.

FDP soll in Saarbrücken Plakate abhängen

Posted by – 11. Mai 2009

Manchmal täuscht mich mein Bauchgefühl nicht. Vor knapp zwei Wochen habe ich folgendes getwittert

Egal wie es dem Land geht – Hauptsache die Partei hat Geld für den Wahlkampf. Habe gerade die erste Welle Wahlwerbung in der Stadt gesehen.

Dabei bezog ich mich vor allem auf die gefühlte Materielschlacht der FDP. An jedem Baum und Laternenpfosten hing ein Plakat. Jetzt kann ich in der Saarbrücker Zeitung lesen, das Ordnungsamt der Stadt Saarbrücken sieht dies genauso.

Saarbrücken. Die Saarbrücker FDP soll einen Großteil ihrer Wahlplakate in der Landeshauptstadt wieder abhängen. Das hat das Saarbrücker Ordnungsamt entschieden. 480 Plakate seien der FDP genehmigt worden. Am Freitag hat das Amt alleine in der Innenstadt über 1000 FDP-Plakate gezählt. In den Außenbezirken hängen vermutlich mindestens nochmal so viele. Bis Montagmorgen hat die FDP Zeit, Plakate abzuhängen, dann beauftragt die Stadt auf Kosten der FDP eine Firma damit.

Die FDP wolle erstmal selbst nachzählen, sagt deren Kreisgeschäftsführer Rüdiger Linsler. Man habe viel plakatiert, weil viele Plakate beschädigt oder abgerissen worden seien.

Quelle: Saarbrücker Zeitung

Dabei war das massive Plakatieren der FDP in Saarbrücken wohl Teil der Wahlkampfstrategie. So hat der der Spitzenkandidat der FDP Saar für den Bundestag Oliver Luksic vor zwei Wochen folgendes über den Wahlkampf in Heusweiler getwittert

280 Plakate in der Gemeinde Heusweiler- die anderen haben nicht mehr viel (und guten) Platz

Update (22. Mai 2009)

Bei Tillmann lese ich gerade die Plakate wurden vom Ordnungsamt abgehängt.

Ursula, Medienstar

Posted by – 9. Mai 2009

Wenn man von etwas nichts versteht, sollte man einen Fachmann fragen. Ich verstehe von Medien nicht viel. Ich kenne mich allerdings recht gut mit Computern und dem Internet aus. Insbesondere verstehe ich, warum die geplante ‚Internet-Sperre‘ nicht funktionieren kann. Dazu ist aber bereits viel geschrieben worden.

Zurück zu den Medien. Da ich von Medien ungefähr so viel verstehe wie Frau von der Leyen vom Internet, schaue ich mir immer wieder gerne ZAPP das Medienmagazin vom NDR an. Die scheinen etwas von Medien zu verstehen und haben sich dem Thema von der Leyen mal von dieser Seite aus angenommen.

httpv://www.youtube.com/watch?v=4bho19Rvoso

Besonderes fasziniert hat mich der Umgang der MinisterInnen untereinander. Was muss da hinter den verschlossenen Türen erst los sein? Ich glaube auch nicht mehr daran, dass Frau von der Leyen das Internet zensieren möchte. Vermutlich möchten dies andere Leute (irgendwelche ‚Berater‘), die Frau von der Leyen ihre ‚Internet-Sperre‘ nicht ausreden.

Frau von der Leyen geht es, meiner Meinung nach, einzig um ihre mediale Wahrnehmung. Die Wähler sollen sie und die CDU als aktive und positive Kraft wahrnehmen und ihnen bei der Wahl ihre Stimmen geben. Dabei sollten wir sie „unterstützen“. Demokratie lebt ja von der Bereitschaft ihrer Bürger zu sagen was sie wollen.

Wenn man nicht möchte, dass Frau von der Leyen aus ihren Eskapaden auch noch Kapital schlägt und wiedergewählt wird, sollte man sich an einer Petition im Deutschen Bundestag beteiligen, die im Moment läuft. Die Petition wurde bereits von über 60.000 Bürgern unterzeichnet, und Ziel ist es (laut Spreeblick) mit über 128.193 Unterzeichnern den alten Rekord (Petition zur „Halbierung der Besteuerung von Diesel und Benzin“) zu brechen.

Um sich an der Petition zu beteiligen

  1. Muss man sich hier beim Bundestag registrieren. Dann erhält man eine E-Mail mit einen Aktivierungslink, auf den man klicken muss.
  2. Jetzt geht man zur Petition und klickt auf „Mitzeichnen“
  3. Fertig

So einfach kann die Beteiligung an demokratischer Willensbildung sein.

twitter restore

Posted by – 27. April 2009

Tom Scott hat die Seite tweleted.com geschrieben. Sie sucht für einen beliebigen Twitter-Account nach gelöschten tweets. Nach seinen Angaben kann es ungefähr 4 Monate bzw 1000 tweets in die Vergangenheit sehen.

Das ist natürlich ein nettes Spielzeug, für den politisch interessierten Wähler. Natürlich fehlt mir die Zeit richtig zu suchen, und es ist auch kein verlässliches Werkzeug. Man könnte damit aber mal nach gelöschten tweets unserer Politiker suchen.

L‘ Uni C’est Moi!

Posted by – 11. Februar 2009

Nach den der Diskussionsrunde am Montag geht der studentische Protest jetzt weiter. Das Bündnis gegen Studiengebühren hat am Hauptor der Universität des Saarlandes ein großes Banner angebracht. L’Uni C‘ est Moi! spielt dabei auf den Sonnenkönig Louis XIV an.

dsc00176

Gebäude aus Studiengebühren

Posted by – 10. Februar 2009

In den vergangen Semesterferien wurde vom AStA an der Universität des Saarlandes, bestehend aus einer Koalition von Aktiven Idealisten (AI), Juso Hochschulgruppe und der Liberalen Hochschulgruppe (LHG), eine Änderung der Verwendungsrichtlinien für Studiengebühren mitgetragen. Die Änderung bestand darin zukünftig auch Baumaßnahmen aus Studiengebühren finanzieren zu können. Wenige Monate später zerbrach die Koalition im AStA, unter anderem an dieser Entscheidung. Aktuell stellen AI und CampusGrün (CG) den AStA.

Mit der geschaffenen rechtlichen Grundlage, wurde im zentralen Gebührengremium zur Vergabe von Studiengebühren beschlossen das Gebäude C5.2 um ein weiteres Stockwerk aufzustocken. In diesem Gremium, je zur Hälfte mit Professoren und Studierenden besetzt, gab es eine Mehrheit da ein Vertreter der Studierenden (Juso-Hsg) dem Antrag zugestimmt hat. Damit ist rein formal der Vorgang korrekt abgelaufen. More

Wenn ich Jurastudent wäre …

Posted by – 29. September 2008

… würde ich mich vielleicht ärgern.

Ein Freund, der Jura studiert, hat mir heute eine Seite gezeigt die mein Interesse geweckt hat. „Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät“ heißt es da und „Elektronisches Anmeldesystem zu den Veranstaltungen“. Nun damit hat er meine Aufmerksamkeit geweckt, die Juristen leisten sich ein eigenes System um die Anmeldungen zu den Vorlesungen zu verwalten. Unter „Informationen&Impressum“ steht auf der Seite dann „Das Projekt wurde ausschließlich aus Studiengebühren finanziert“.

Das ist besonders interessant, da die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät seit Jahren das ein ‚virtuelles‘ Prüfungsamt hat. Das ist zwar nicht das Hüscheste oder Modernste, aber es funktioniert. Ich bin sicher deren Software hätte man auch für die Juristen verwenden können, wenn man gewollt hätte.

Dann gibt es an der Universität des Saarlandes noch das Projekt Virtuelle Saar Universität, in dem solche Projekte Koordiniert werden sollen. Eines dieser Projekte ist z.B. CLIX, ein eLearning-Portal. Dozenten können Unterlagen veröffentlichen und Studierende können sich über Foren über Vorlesungsinhalte austauschen. Als Student, hatte ich persönlich schon mit CLIX zu tun und bin nicht überzeugt. Vielleicht schreibe ich da irgendwann mal mehr zu. Die Juristen scheinen aber mit diesen Projekten nichts zu tun zu haben und haben wohl ein Insellösung gebaut.

Darüber hinaus gibt die Universität des Saarlandes Geld für HISLSF aus. In naher Zukunft soll die komplette Verwaltung von An- und Abmeldungen zu Lehrveranstaltungen über dieses System abgewickelt werden. In der Informatik wird es z.B. bereits eingesetzt. Wir sind zwar am Lästern, weil es sich nur schlecht bedienen lässt. Aber: es ist bezahlt und man kann es benutzen. Die Benutzerführung erinnert ein wenig an das oben erwähnte virtuelle Prüfungsamt der Wirtschaftswissenschaften. Ich bin sicher das die Verwaltung der Universität mit der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät bald übereinkommen wird auch auf dieses System umzusteigen, immerhin hat die Universität dafür viel Geld ausgegeben und treibt den Ausbau voran.

Der Selbstbau der Juristen wird also in absehbarer Zeit wieder eingestampft werden. Die Studiengebühren werden anteilig auf die Fakultäten verteilt. Die Studierenden der juristischen Fakultät sollen damit tun was sie für richtig halten.

Gut das ich mir darüber also keine Gedanken machen muss. Jetzt brauche ich nur noch die Sache mit dem Kopfschütteln in den Griff bekommen.