Vor ein paar Wochen machte ein Video die Runde. Ich habe es auch auf Facebook weitergeleitet. Zu sehen ist ein Hamburger und eine Portion Pommes frites auf einem Teller. Dann wird in einer Zeitrafferaufnahme gezeigt wie die Lebensmittel über 6 Monate nicht verrotten. Weil man das Verrotten aber erwarten würde, müssen folglich die Hamburger und Pommes irgendwie chemisch behandelt seien.
httpv://www.youtube.com/watch?v=FoFpsUvaJlE
Bei Freakonomics bin ich auf einen Artikel von J. Kenji Lopez-Alt gestoßen. Lopez-Alt hat untersucht ob das nicht verrotten eine Besonderheit von Hamburgern der Fast-Food-Kette ist oder ob ein selbst gemachter Hamburger gleicher Größe auch nicht verrottet. Dafür wurden gekaufte und selbst gemachte Hamburger nebeneinander gelegt und gewartet.
Lopez-Alt kommt zu dem Ergebnis das die Hamburger allgemein nicht verrotten. Die Erklärung ist aber wohl nicht eine chemische Behandlung der Lebensmittel sondern die hohe Verdunstung. Weil die Frikadelle im Verhältnis zu ihrer Oberfläche klein ist, trocknet sie sehr schnell aus. “[T]he burger doesn’t rot because it’s small size and relatively large surface area help it to lose moisture very fast. Without moisture, there’s no mold or bacterial growth. Of course, that the meat is pretty much sterile to begin with due to the high cooking temperature helps things along as well.”
Natürlich wird damit Fast-Food nicht gesünder oder schmeckt besser. Angeblich soll Obst gut schmecken.

