Category: Gelesen

Gelesen, KW37

Posted by – 17. September 2012

The Single Most Important Object in the Global Economy

Paletten. Alles wird heute auf Paletten transportiert und gelagert. Dabei weiß man so gut wie nichts über Paletten. Für die Logistik der Alliierten im Zweiten Weltkrieg sind sie so wichtig gewesen, wie die Konservendose für die Kriegsführung von Napoléon. Heute gibt es verschiedene Paletten-Systeme, Probleme sich auf Standards zu einigen und Weiterentwicklungen.

Looking inside your screenshots

Blizzard hat in seinem Computerspiel World of Warcraft digitale Wasserzeichen für Bildschirmfotos eingebaut. WoW ist ein Online-Spiel und Blizzard verdient an den Gebühren für die Benutzung der Server.

It does contain the account ID, a timestamp and the IP address of the current realm. It can be used by malicious hackers to link alt. characters to accounts and target specific spam or scam attacks, and it can be used by Blizzard to track down private WoW servers. (kursiv von mir)

Vermutlich ist tatsächlich das Erkennen von privaten Servern der Grund für die Entwicklung dieser Funktion in WoW.

Fixing common Unicode mistakes with Python — after they’ve been made

Hat mir die Tage geholfen. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass wir keine komplexen Maschinen mit Computern bauen sollten solange wir nicht einmal Umlaute sicher verarbeiten können. 🙂

Vertragspanne beim Bundeskriminalamt

Der Datenschutzbeauftragte kann den Quellcode des Bundestrojaner nicht einsehen. Das Bundeskriminalamt hat ihn nicht und der Hersteller möchte ihn nicht herausgeben. Bei so einer „Individualsoftware“ lässt sich der Kunde eigentlich immer den Quellcode geben. Alleine schon damit man die Weiterentwicklung – Trojaner müssen ja mit der Zeit bzw. den Softwarefehlern gehen – neu ausschreiben kann (oder könnte, wenn man wollte).

Tagesschau-Ton-Witwe fürchtet um GEMA-Scheck

Die Tagesschau erneuert ihre Erkennungsmelodie. Damit verbunden sind aber auch Zahlungen der GEMA. Immerhin ist es es Werk und für die Verwendung von Werken wird gezahlt.

Gelesen, KW33

Posted by – 20. August 2012

Das Ende der offenen Plattform

Twitter hat eine neue API um das geänderte Geschäftsmodell durchzusetzen. Betroffen sind vor allem Applikationen die mehr als eine Plattform unterstützen. Die meisten Nutzer dürften meiner Meinung nach von der Änderung aber nichts bemerken und bei Twitter bleiben.

IMF Says Bailouts Iceland-Style Hold Lessons in Crisis Times

Der Internationale Währungsfonds ist überrascht. Mit der Entscheidung nicht für seine Banken zu haften hat zu einer ‚überraschend‘ guten wirtschaftlichen Erholung geführt.

„Biokraftstoff E10 hat nie funktioniert“

Es kommt wieder Bewegung in die Diskussion über Kraftstoff aus Lebensmitteln. Insbesondere die Belastung des Getreidemarktes führt zu Preissteigerungen die von ärmeren Ländern nicht mehr bezahlt werden können. Hoffentlich werden die Subventionen für den Quatsch bald wieder abgeschafft.

Use the Magic SysRq Key on Linux to Fix Frozen X Servers, Cleanly Reboot, and Run Other Low-Level Commands

Damit man es weiß, wenn man es braucht.

Gelesen, KW30

Posted by – 29. Juli 2012

Die Überlebensfrage der Demokratie

Für Stoiber war der Abend ernüchternd, für mich erschreckend, für Roland Berger ein Fiasko. Zum ersten Mal hatte ich hautnah erlebt, mit wie wenig gesamtgesellschaftlicher Verantwortung Manager der Finanzindustrie agieren.

Der Bund steht ohne Wahlrecht da

Es war ein Urteil mit Ansage: Wie erwartet, hat das Bundesverfassungsgericht heute das Wahlgesetz gekippt. Die Regierungskoalition hatte die neuen Regelungen vor einigen Monaten im Alleingang durchgesetzt – und dabei offenkundige Bedenken ignoriert.

Der Finanzjunkie Berlin

Es geht um eine Erschöpfung und das Gefühl, dass sich dort nie etwas ändern wird, solange es immer jemanden gibt, der für diese Eskapaden aufkommen muss.

Helgolands Polizeiauto

Eine Insel. Eine Straße. Ein Auto. Mehr müsste man zu dem ganzen Drama nicht sagen. Das Satiremagazin extra 3 tut es trotzdem. Von Britta von der Heide.

Gelesen, KW 29

Posted by – 22. Juli 2012

Urheberrecht oder die Schere im Kopf

Vor einigen Wochen wurde Andrea Juchem für die Verwendung eines Bildes abgemahnt. Die Geschichte ging zwar glimpflich aus, der Kontakt mit der Abmahn-Industrie hat aber Spuren hinterlassen.

Skandalsteuer: Zwingt Finanzamt Tafeln ins Aus?

Im Besten Fall sitzt da ein Troll im Finanzamt und möchte die Politik zum Handeln motivieren. Ich fürchte aber, der Troll will einfach nur mehr Geld eintreiben.

PC-Kenntnisse sind in diesem Land schwer verfügbar

Ich habe letztens gefordert, dass Programmiersprachen als zweite Fremdsprache an Schulen unterrichtet werden sollten, um den Schülern ein besseres Rüstzeug zu geben. Eine Programmiersprache zu verstehen wird künftig so wichtig sein, wie Latein-Kenntnisse im 19. und 20. Jahrhundert.

Ich fürchte Nico Lumma verwechselt hier etwas. Programmiersprachen kommen und gehen. Was man wirklich verstehen und nicht (auswendig) lernen muss sind die abstrakten Algorithmen. Verstehen muss man sie damit später die Anwendung auf konkrete Probleme möglich ist. So etwas ist aber keine Schul- sondern eine Informatiker-Ausbildung. Die Schule sollte sich auf allgemeine Grundlagen wie Lesen, Schreiben und Rechnen konzentrieren und diese möglichst tief vermitteln. Mit einer solchen Grundlage würde dann auch ein späteres Ingenieur- oder Informatik-Studium leichter fallen.

America Is A Violent Country

Es wird aber friedlicher, zumindest im langfristigen Trend. Der Originalartikel gibt als Quelle die OECD an.

Gelesen, KW27

Posted by – 9. Juli 2012

Die drei Ebenen des Falls Johannes Ponader

Till Westermayer über verschiedene Aspekte die man im »Fall Ponader« betrachten kann.

A Solution to the Twitter API Problem

Twitter versucht sein Geschäft so umzubauen, dass es auch ein Geschäft ist. D.h. das Geld rein kommt. Im Moment ist Twitter dabei auf einem Irrweg unterwegs. Nova Spivack hat hier eine Analyse und einen Vorschlag wie Twitter Geld verdienen kann ohne seine Grundlagen zu zerstören gemacht.

Bundestag-Abstimmung: Fortentwicklung des Meldewesens

Mein Steuergeld bei der Arbeit. In weniger als einer Minute wird ein Gesetz durchgewunken. Dabei wurde beschlossen, dass die Meldeämter jetzt meine Daten weiterverkaufen dürfen, auch wenn ich dagegen widersprochen habe.

Gesetzgeberische Infamie

Der Anwalt Udo Vetter hilft bei der Einordnung dieses neuen Gesetzes und hat dabei einen Punkt den ich noch nicht im Blick hatte:

Zufälligerweise ist diese Regelung aber auch ein Anliegen der GEZ. Die Rundfunkgebühren werden bald nach Haushalten und nicht mehr nach Personen berechnet. Da stellt sich die Frage, wer denn konkret Zahlungspflichtiger ist, also tatsächlich an der Adresse wohnt und damit zum Haushalt gehört. Das lässt sich natürlich am einfachsten belegen, wenn Informationen zum Mietverhältnis vorlegen. Die Vermieterbestätigung, auf die nun etliche Jahre verzichtet wurde, liefert genau diese Daten.

Lieber NSU-Ausschuss, Teil 3!

Als normal gebildeter Laie denkt man ja die Polizei ermittelt selbstständig und dann so etwas.

Auch hätte das BKA in Richtung Rechtsextremismus ermittelt, „wenn die Politik mehr kleine Anfragen zum Thema gestellt hätte“, so Ziercke.

Gelesen, KW26

Posted by – 2. Juli 2012

Wie Staaten ihre Unterfinanzierung organisieren

Die permanente Unterfinanzierung der Staaten aufgrund der permanenten Steuerflucht ihrer reichsten Bürger führt dazu, dass die Regierungen teure Kredite aufnehmen müssen. Die Banken, die den reichen Bürgern beim Verstecken der Schwarzgelder helfen, verdienen dann ein zweites Mal an den hohen Kreditzinsen für die Staatsanleihen.

Wolfgang Michael anlässlich der Zustimmung von Bundestag und Bundesrat zu Fiskalpakt und ESM.

 

Eben Moglen: Time To Apply The First Law Of Robotics To Our Smartphones

Eben Moglen sieht in unseren Smartphones eine erste Form von Robotern die unseren Alltag mitbestimmen. Diese Geräte arbeiten aber nicht nur für uns, sie arbeiten auch für andere. Die Hersteller behalten die Kontrolle über die Software auf den Geräten, die Daten der Nutzer werden zentral gespeichert und ausgewertet. Für die Nutzer kann dies, laut Moglen,  negative Folgen haben. Von einem höheren Preis für eine Dienstleistung, weil das Nutzerprofil eine Konsumneigung festgestellt hat, bis zu Folter im Gefängnis, weil man sein Smartphone auf einer politischen Demonstration dabei hatte.

Das erste Gesetz ‚Ein Roboter darf kein menschliches Wesen verletzen oder durch Untätigkeit gestatten, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.‘ ist damit die Forderung nach konsequentem Datenschutz und der Hoheit über die Software auf den eigenen Geräten. Ein Thema, welches uns in Zukunft sicher noch häufiger begegnen wird.

 

Es gab auch noch Fußball

Deutschland hat gegen Italien verloren und Italien hat gegen Spanien verloren. Damit ist Spanien Fußball-Europameister. Herzlichen Glückwunsch.

Gelesen, KW19

Posted by – 16. Mai 2011

Die nützliche Falschmeldung vom Euro-Austritt

Der griechische Ökonom Yanis Varoufakis geht der Frage nach warum der Spiegel gemeldet hat Griechenland plane aus der Eurozone aufzutreten.

Genug gemenschelt

Jeder andere würde mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt. Bei Guttenberg scheinen aber wohl andere Maßstäbe zu gelten.

Zensus 2011

Für die Volkszählung werden Helfer gebraucht. Hier ist ein Bericht wie diese Helfer geworben werden.

Europa bangt um IWF-Chefposten

Strauss-Kahn hätte den Posten wohl in absehbarer Zeit auch so geräumt, aber mit dem Skandal ist jetzt die Nachfolge und ein geregelter Übergang gefährdet.

 

 

Warum ich drei Wochen nichts gelesen haben

Posted by – 28. März 2011

Ein kleiner Vorsatz für 2011 war jede Woche einen Post im Blog zu veröffentlichen. Die letzten neun Wochen hat dies auch ganz gut geklappt. Jede Woche eine kurze Zusammenfassung zu erstellen, hat mich auch gezwungen noch einmal durch die Bookmarks der Woche zu gehen. Bei der Gelegenheit kann man auch gleich noch mal aufräumen, interessante Fundstellen einsortieren und andere wieder löschen.

Die letzten 2 Wochen bin ich jetzt nicht mehr dazu gekommen. Seit Mitte Februar arbeite ich in Paderborn. Untergekommen bin ich zuerst in einem Gästehaus. Der Kühlschrank im Zimmer kostet extra. Die Hausordnung dort verbietet das Zubereiten und den Verzehr von zubereiteten Speisen (bestellte Pizza) auf dem Zimmer. Ich hab mir trotzdem abends ein Brot gemacht und den Aufschnitt im Kühlschrank gelagert. Wasserkocher im Zimmer ist da übrigens auch verboten. Ist doof, wenn man Tee trinken möchte.

Anfang März bin ich in eine 3-Zimmer-Küche-Bad Wohnung gezogen. Am darauf folgenden Wochenende habe ich den größten Teil meiner Sachen aus Saarbrücken nach Paderborn geholt. Jetzt sitze ich hier zwischen Kartons und zerlegten Möbeln und bastele mir ein Heim. Ich komme aber meistens nur Abends und vor allem am Wochenende dazu. Das Gröbste dürfte ich aber bald geschafft haben.

Zum Bloggen bleibt da natürlich fast keine Zeit. Wenn die Wohnung einigermaßen eingerichtet ist, wird es hier auch wieder mehr zu lesen geben.

Gelesen, KW09

Posted by – 7. März 2011

Brisantes Betriebsgeheimnis

Bayerns Atomaufsicht und e.on mauern mit Informationen über den Sicherheitszustand des Atomkraftwerks Isar 1 bei Landshut. Das sagen die Grünen. Auf Drängen deutscher Behörden werde eine Studie der österreichischen Bundesregierung unter Verschluss gehalten.

Vattenfall schmückt sich mit fremden Federn

Werbewirksam kooperiert der schwedische Energiekonzern beim Feldversuch von Elektro-Minis mit BMW. Doch der Ökostrom stammt gar nicht von Vattenfall.

The @Font-Face Rule and Useful Web Font Tricks

Eine Einführung in die Möglichkeiten eigene Schriften in Webseiten einzubauen und inwieweit die einzelnen Browser dies unterstützen. Details findet man in CSS Fonts Module Level 3.

Es bringt nichts, sich über unpolitische Menschen mit einfacherer Bildung lustig zu machen.

Ich bin auf einen guten Kommentar über die Pro Guttenberg Demonstrationen von Herr haekelschwein auf netzpolitik.org aufmerksam gemacht worden.

Guttenberg scheitert als Reformer

Wie plant man die Größe und Ausrüstung, wenn man noch nicht einmal weiß was man mit dem Militär in Zukunft machen möchte? Eigentlich bräuchten wird eine politische Diskussion darüber wo und wie wir unsere Bundeswehr einsetzen wollen. Ziele kann man ja auch erst erreichen, wenn man sie sich gesetzt hat.

Gelesen, KW 08

Posted by – 28. Februar 2011

Greenpeace leakt potenzielle CO2-Endlagerstätten

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat am Sonntag eine Karte mit möglichen Standorten für ein C02-Endlager veröffentlicht. Die Liste mit den zugrunde liegenden Informationen stammt von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Schläger bleiben unerkannt

Es ist unstrittig, dass Fans beim Amateurderby TSV 1860 gegen FC Bayern am 9. Dezember 2007 von Beamten des Unterstützungskommandos (USK) ohne erkennbaren Grund geprügelt wurden. Allein, man konnte die Schläger unter den Helmen nicht identifizieren. Die Videos der Polizei sind an entscheidender Stelle lückenhaft.

Oliver Lepsius: Guttenberg ist ein Betrüger

Prof Lepsius ist der Nachfolger von zu Guttenbergs Doktorvater Prof Häberle. In dem Interview findet er recht treffende Worte für die Arbeit von zu Guttenberg.

Guttenbergs verzweifelter Doktorvater

Prof Häberle dürfte zwischenzeitlich seinen Schützling und die eigene Nachlässigkeit verfluchen.

Das Ende der Demütigungen

Michalis Pantelouris schreibt u.a. über den amtierenden Verteidigungsminister:

Das bedeutet ganz offensichtlich nicht, dass die Menschen so blöd sind, dass sie Guttenberg alles glauben. Es muss auch nicht bedeuten, dass sie ihm alles nachsehen. Aber es bedeutet in jedem Fall, dass sie nicht zulassen wollen, dass er – zumal öffentlich – der Demütigung preisgegeben wird. Und jene Oppositionspolitiker, die das versucht haben, haben trotz der richtigen, überzeugenden Argumente in diesem Punkt überrissen.

Blut und Staub: Warum wir diese Bilder zeigen (müssen)

Immer wieder habe ich die Politiker und hohen Offiziere im Ohr, die sich gerne wortreich beklagen, dass die deutsche Bevölkerung gar nicht wisse und auch nicht wissen wolle, in welcher Gefahr deutsche Soldaten am Hindukusch täglich ihren Einsatz durchführen. Die darüber schimpfen, dass sich der deutsche Normalbürger gar keine Vorstellung davon mache, was eine Mission in Afghanistan bedeute.