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Ein Rückblick auf das erste Jahr im Arbeitsleben

Posted by – 29. Dezember 2011

Dieses Jahr habe ich einen neuen Lebensabschnitt angebrochen. Der Arbeit wegen, bin ich aus dem Saarland nach Paderborn gezogen. Nach dem Studium wollte ich etwas neues sehen und habe mich vor allem außerhalb des Saarlandes beworben. Als Informatiker war es auch nicht schwer etwas zu finden. Die Probleme fingen erst nach dem Umzug an.

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Munitonsdepot im Atommüll

Posted by – 28. November 2011

Dieses Wochenende wird wieder ein Castor mit Atommüll in das Zwischenlager in Gorleben gebracht. Dabei gibt es wie immer massive Proteste. Natürlich müssen wir den Atommüll irgendwie und irgendwo lagern, dabei sollten wir aber genau hinsehen. Im Moment lagern wir den Atommüll in diesem Zwischenlager. Wenn man die Tage ein wenig hinter den anderen deutschen Lagerstätten wie der Asse und dem Problemen dort hinterhergoogled, dann bekommt man ein sehr beeindruckendes Bild geboten:

Dieses ehemalige Salzbergwerk droht einzustürzen. Deshalb versucht man den dort eingelagerten Atommüll wieder herauszuholen. Im Moment fließt Wasser in das Bergwerk hinein. Dieses Wasser muss wieder abgepumpt werden, da der Atommüll in einfachen Stahlfässern dort hineingworfen wurde und  solche Fässer einfach durchrosten, wenn sie mit Wasser in Berührung kommen. Eigentlich ist es aber auch kein Wasser mehr, sondern ätzende Salzlauge die dort unten fließt. Diese Salzlauge muss dort heraus, wenn man überhaupt versuchen möchte den Atommüll zu bergen. Zu allem Überfluss ist diese Lauge auch noch radioaktiv und die Entsorgung ungeklärt. 2008 hatte wohl noch irgendein Beamter öffentlich erklären müssen diese Lauge sein nicht radioaktiv, dafür bekam er dann 1000 Euro Busgeld. Aktuell verzögern sich in der Asse die Probebohrungen. Mit diesen Bohrungen möchte man herausfinden was in der Asse eigentlich genau gelagert wird. Anscheinend hatte man über Jahre dort mehr Atommüll eingelagert als in den Akten dokumentiert wurde.

Vor einigen Wochen schon stolperte ich über die Meldung ‘Munitionsdepot unter französischer Atomanlage entdeckt‘. Die Meldung schaffte es auch in die deutschen Medien. Dort hatte man also beim Abtragen leicht kontaminierter Erde mehrere hundert Granaten entdeckt. Leider stellte niemand die Frage warum der Boden im Innenhof einer Atomanlage kontaminiert ist. Eigentlich würde ich auch gerne Fragen wie man vor dem Bau von solchen Anlagen den Untergrund untersucht. Da muss doch jemand geprüft haben ob der Untergrund für ein so großes und schweres Gebäude geeignet ist? Wie sind die Granaten dabei unentdeckt geblieben?

Ich möchte den Beteiligten nicht den Anspruch absprechen dort wirklich ihr Bestes zu geben. Wenn man aber wirklich einen Standort für ein Endlager finden möchte und dieses Endlager dann auch noch von der Bevölkerung akzeptiert werden soll, sollte man die Bevölkerung nicht im Dunkeln lassen sondern offen über die Probleme und Kosten sprechen.

Ich verkaufe nicht

Posted by – 23. November 2011

Ich bekomme seit ein paar Tagen Mail:

Sehr geehrter Herr Ranieri,

ich wollte Sie lediglich kurz und unverbindlich fragen, ob die Domain “yrrsinn.de”, die Sie anscheinend zwar registriert haben, allerdings nicht mehr aktiv zu nutzen scheinen, zum Verkauf steht.
Wir, das sind einige Bekannte von mir und meine Wenigkeit, gedenken ein Projekt zu starten, welches den unserer Meinung nach tiefgründigen und gut anwendbaren Namen “YRRSINN” tragen soll.

Wir wären Ihnen für eine Antwort sehr dankbar.

Mit freundlichem Gruß

Jetzt kenne ich den Herrn nicht. Eine kurz Suche was denn dieses Projekt sein könne, erbrachte auch nichts. Da ich aber ohnehin keine Absicht habe meine Domain – so etwas kann man auch für Dienste ungleich WWW benutzten – zu verkaufen ist es mir dieses Projekt, welches unbedingt den Begriff yrrsinn tragen muss, egal. Ich vermute irgendeinen SEO yrrsinn.

Die Beantwortung der Anfrage bietet mir aber die Gelegenheit ein paar Zeilen in meinem Blog zu schreiben. Wofür ich wirklich dankbar bin. Mangelt es mir ja nicht an Themen, wohl aber an Zeit. Was augenscheinlich schon zu der yrrsinnigen Annahme führte ich würde diese Domain nicht mehr aktiv nutzen und verkaufen wollen.

Wenn einen die Anderen im Internet finden …

Posted by – 11. Juli 2011

Ich hatte die Tage wieder so ein Ah-Ja-Erlebnis. Mir ist natürlich klar, dass alle meine Tweets öffentlich sind und ntürlich auch von Suchmaschinen indiziert werden. Wenn mir ein Bekannter aber eine E-Mail mit folgendem Bildschirmfoto schickt:

Da hatte jemand eine Latex Frage und hätte mich auch direkt fragen können.Jetzt hatte ich wirklich mal eine entsprechende LaTeX-Frage beantwortet. Es ist aber immer wieder überraschend zu sehen was dieses Google alles speichert, auswertet und dann wieder von sich gibt.

Gelesen, KW19

Posted by – 16. Mai 2011

Die nützliche Falschmeldung vom Euro-Austritt

Der griechische Ökonom Yanis Varoufakis geht der Frage nach warum der Spiegel gemeldet hat Griechenland plane aus der Eurozone aufzutreten.

Genug gemenschelt

Jeder andere würde mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt. Bei Guttenberg scheinen aber wohl andere Maßstäbe zu gelten.

Zensus 2011

Für die Volkszählung werden Helfer gebraucht. Hier ist ein Bericht wie diese Helfer geworben werden.

Europa bangt um IWF-Chefposten

Strauss-Kahn hätte den Posten wohl in absehbarer Zeit auch so geräumt, aber mit dem Skandal ist jetzt die Nachfolge und ein geregelter Übergang gefährdet.

 

 

Warum ich drei Wochen nichts gelesen haben

Posted by – 28. März 2011

Ein kleiner Vorsatz für 2011 war jede Woche einen Post im Blog zu veröffentlichen. Die letzten neun Wochen hat dies auch ganz gut geklappt. Jede Woche eine kurze Zusammenfassung zu erstellen, hat mich auch gezwungen noch einmal durch die Bookmarks der Woche zu gehen. Bei der Gelegenheit kann man auch gleich noch mal aufräumen, interessante Fundstellen einsortieren und andere wieder löschen.

Die letzten 2 Wochen bin ich jetzt nicht mehr dazu gekommen. Seit Mitte Februar arbeite ich in Paderborn. Untergekommen bin ich zuerst in einem Gästehaus. Der Kühlschrank im Zimmer kostet extra. Die Hausordnung dort verbietet das Zubereiten und den Verzehr von zubereiteten Speisen (bestellte Pizza) auf dem Zimmer. Ich hab mir trotzdem abends ein Brot gemacht und den Aufschnitt im Kühlschrank gelagert. Wasserkocher im Zimmer ist da übrigens auch verboten. Ist doof, wenn man Tee trinken möchte.

Anfang März bin ich in eine 3-Zimmer-Küche-Bad Wohnung gezogen. Am darauf folgenden Wochenende habe ich den größten Teil meiner Sachen aus Saarbrücken nach Paderborn geholt. Jetzt sitze ich hier zwischen Kartons und zerlegten Möbeln und bastele mir ein Heim. Ich komme aber meistens nur Abends und vor allem am Wochenende dazu. Das Gröbste dürfte ich aber bald geschafft haben.

Zum Bloggen bleibt da natürlich fast keine Zeit. Wenn die Wohnung einigermaßen eingerichtet ist, wird es hier auch wieder mehr zu lesen geben.

Gelesen, KW09

Posted by – 7. März 2011

Brisantes Betriebsgeheimnis

Bayerns Atomaufsicht und e.on mauern mit Informationen über den Sicherheitszustand des Atomkraftwerks Isar 1 bei Landshut. Das sagen die Grünen. Auf Drängen deutscher Behörden werde eine Studie der österreichischen Bundesregierung unter Verschluss gehalten.

Vattenfall schmückt sich mit fremden Federn

Werbewirksam kooperiert der schwedische Energiekonzern beim Feldversuch von Elektro-Minis mit BMW. Doch der Ökostrom stammt gar nicht von Vattenfall.

The @Font-Face Rule and Useful Web Font Tricks

Eine Einführung in die Möglichkeiten eigene Schriften in Webseiten einzubauen und inwieweit die einzelnen Browser dies unterstützen. Details findet man in CSS Fonts Module Level 3.

Es bringt nichts, sich über unpolitische Menschen mit einfacherer Bildung lustig zu machen.

Ich bin auf einen guten Kommentar über die Pro Guttenberg Demonstrationen von Herr haekelschwein auf netzpolitik.org aufmerksam gemacht worden.

Guttenberg scheitert als Reformer

Wie plant man die Größe und Ausrüstung, wenn man noch nicht einmal weiß was man mit dem Militär in Zukunft machen möchte? Eigentlich bräuchten wird eine politische Diskussion darüber wo und wie wir unsere Bundeswehr einsetzen wollen. Ziele kann man ja auch erst erreichen, wenn man sie sich gesetzt hat.

Gelesen, KW 08

Posted by – 28. Februar 2011

Greenpeace leakt potenzielle CO2-Endlagerstätten

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat am Sonntag eine Karte mit möglichen Standorten für ein C02-Endlager veröffentlicht. Die Liste mit den zugrunde liegenden Informationen stammt von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Schläger bleiben unerkannt

Es ist unstrittig, dass Fans beim Amateurderby TSV 1860 gegen FC Bayern am 9. Dezember 2007 von Beamten des Unterstützungskommandos (USK) ohne erkennbaren Grund geprügelt wurden. Allein, man konnte die Schläger unter den Helmen nicht identifizieren. Die Videos der Polizei sind an entscheidender Stelle lückenhaft.

Oliver Lepsius: Guttenberg ist ein Betrüger

Prof Lepsius ist der Nachfolger von zu Guttenbergs Doktorvater Prof Häberle. In dem Interview findet er recht treffende Worte für die Arbeit von zu Guttenberg.

Guttenbergs verzweifelter Doktorvater

Prof Häberle dürfte zwischenzeitlich seinen Schützling und die eigene Nachlässigkeit verfluchen.

Das Ende der Demütigungen

Michalis Pantelouris schreibt u.a. über den amtierenden Verteidigungsminister:

Das bedeutet ganz offensichtlich nicht, dass die Menschen so blöd sind, dass sie Guttenberg alles glauben. Es muss auch nicht bedeuten, dass sie ihm alles nachsehen. Aber es bedeutet in jedem Fall, dass sie nicht zulassen wollen, dass er – zumal öffentlich – der Demütigung preisgegeben wird. Und jene Oppositionspolitiker, die das versucht haben, haben trotz der richtigen, überzeugenden Argumente in diesem Punkt überrissen.

Blut und Staub: Warum wir diese Bilder zeigen (müssen)

Immer wieder habe ich die Politiker und hohen Offiziere im Ohr, die sich gerne wortreich beklagen, dass die deutsche Bevölkerung gar nicht wisse und auch nicht wissen wolle, in welcher Gefahr deutsche Soldaten am Hindukusch täglich ihren Einsatz durchführen. Die darüber schimpfen, dass sich der deutsche Normalbürger gar keine Vorstellung davon mache, was eine Mission in Afghanistan bedeute.

Gelesen, KW 07

Posted by – 21. Februar 2011

Ein offener Brief an Carsten Maschmeyer

Seit Wochen tobt die juristische und mediale Auseinandersetzung um einen Film der Panorama-Redaktion über AWD-Gründer Carsten Maschmeyer. Christoph Lütgert hat ihm nun einen offenen Brief geschrieben.

Guttenberg soll bei Doktorarbeit abgeschrieben haben

Der Einstieg in eine unterhaltsame Woche. Ich konnte den Aufwand beobachten mit dem nach Plagiaten unter gewöhnlichen Studierenden gesucht wird. Ich bin erstaunt, mit was für einer Arbeit andernorts einen Doktortitel erhält.

Der ordnungspolitische Graben hinter der Netzneutralitätsdebatte

Im Grunde stehen sich hier ein eher dirigistisch-paternalistisches und ein liberales Modell gegeneinander. Das Thema Netzneutralität ist eigentlich nur ein Schauplatz, um volkswirtschaftlich stark unterschiedliche Vorstellungen von Wohlfahrt zu diskutieren. Manchmal wünscht man sich in der netzpolitischen Debatte, dass dieser Zusammenhang stärker mitreflektiert würde: Es gibt häufig kein endgültiges Richtig oder Falsch, sondern nur unterschiedliche Menschenbilder und Wirtschaftsentwürfe.

Freedom Boxes: Das Internet, wie es sein sollte.

Diese Woche wurde eine Feedom Box Foundation gegründet. Diese Freedom Box soll in Zukunft die Infrastruktur für dezentrale soziale Netzwerke (z.B. Diaspora) bieten. Ziel ist es

[...] das Internet und unsere Nutzung wieder so dezentral zu organisieren, wie es sich für ein demokratisches Medium gehört.

Warum ‘das Internet’ ein ‘demokratisches Medium’ ist, wird nicht weiter ausgeführt. Aber es steht ja jedem frei in seine eigene Infrastruktur zu investieren.

Alten-Aufstand: Senioren kämpfen gegen Kinderlärm

Wenn die lieben Kleinen unter meinem Fenster toben, könnte ich auch aus der Haut fahren. Leider liegt es in der Natur der Sache, dass wir die Kinder brauchen. Wenn schon nicht um irgendwann die Rente für die Senioren zu erwirtschaften, dann doch wenigstens zur Arterhaltung. Wir werden in Deutschland bei gleich bleibend niedrigen Geburtenrate einen Bevölkerungsrückgang erleben (Demographie Deutschlands), trotzdem sind die paar Kinder offensichtlich noch zu viel.

Die Angst der Hamburger SPD vor dem Wähler

Jens Berger schreibt über internen Richtlinien bei der SPD in Hamburg. Hamburg hat ein neues Wahlrecht, welches Kumulieren und Panaschieren erlaubt. Der Wähler kann damit unabhängig vom Listenplatz einen Politiker seine Stimmen geben. Damit die eigenen Kandidaten nun keinen Wahlkampf gegeneinander betreiben, hat die die SPD wohl diese Richtlinien erlassen.

Die Bürgerschaftswahl hat die SPD gewonnen (FAZ, SPON). Ich bin aber nicht glücklich, wenn das Aufbrechen der Wahllisten durch solche internen Richtlinien konterkariert wird.

Gelesen, KW06

Posted by – 14. Februar 2011

“Totale Transparenz ist auch totale Überwachung”

Totale Transparenz ist auch totale Überwachung. Das kann doch kein Mensch wirklich wollen. Das beträfe nicht nur die Politik, sondern auch die Privatsphäre aller. Es ist ungeheuer naiv. Assange inszeniert sich als Freiheitskämpfer gegen die konspirative Struktur von Staaten überhaupt.

Italien fürchtet neuen Flüchtlingsansturm

Die Unruhen in Nordafrika haben nun auch direkte Auswirkungen auf Europa. Tausende Flüchtlinge kamen in den vergangenen Tagen über das Meer nach Italien – und die Behörden erwarten, dass noch viele folgen werden. Die Küstenwache macht am Horizont ständig neue Boote aus.

Das unendliche Hartz-IV-Trauerspiel

Michael Spreng kommentiert das Scheitern von Ursula von der Leyen und Manuela Schwesig einen Kompromiss bei der Neuregelung der Harz IV Sätze zu finden.

Vorsprung durch exports

To contribute to GDP as it has in the past, Germany’s trade surplus would have to keep rising every year. That would leave Germany increasingly vulnerable to recessions elsewhere, as well as to the risk of a protectionist backlash. It is also improbable. Germany’s trade surplus has swollen only partly at the expense of other rich countries: two-fifths of the increase over the past decade was with emerging economies. Indeed, its surplus with America has shrunk as a share of America’s GDP over the past decade. But Germany does run a large surplus with the rest of the EU, where demand will be much weaker over the coming years.

Ins Rampenlicht gezerrt

Stefan Sasse schreibt über den Kampf der etablierten ‘Qualitätsmedien’ gegen die ‘Gratis-Kultur’.

“Kundenbeziehungen werden zur Black Box”

Gleichzeitig reißt die Firma Apple auf und mit der Plattform iPad die Kundenbeziehung der etablierten ‘Qualitätsmedien’ an sich.

Mobilfunkbetreiber an Nokia: Bitte, bitte nehmt nicht Android!

Die Mobilfunkbetreiber haben das mit iPhone und Android schon hinter sich. Früher war man z.B. T-mobile oder e-plus Kunde. Heute ist man iPhone oder Android.

(Nokia CEO) Elops Brandbrief im Original

The battle of devices has now become a war of ecosystems, where ecosystems include not only the hardware and software of the device, but developers, applications, ecommerce, advertising, search, social applications, location-based services, unified communications and many other things. Our competitors aren’t taking our market share with devices; they are taking our market share with an entire ecosystem. This means we’re going to have to decide how we either build, catalyse or join an ecosystem.