Gelesen, KW 07

Posted by – 21. Februar 2011

Ein offener Brief an Carsten Maschmeyer

Seit Wochen tobt die juristische und mediale Auseinandersetzung um einen Film der Panorama-Redaktion über AWD-Gründer Carsten Maschmeyer. Christoph Lütgert hat ihm nun einen offenen Brief geschrieben.

Guttenberg soll bei Doktorarbeit abgeschrieben haben

Der Einstieg in eine unterhaltsame Woche. Ich konnte den Aufwand beobachten mit dem nach Plagiaten unter gewöhnlichen Studierenden gesucht wird. Ich bin erstaunt, mit was für einer Arbeit andernorts einen Doktortitel erhält.

Der ordnungspolitische Graben hinter der Netzneutralitätsdebatte

Im Grunde stehen sich hier ein eher dirigistisch-paternalistisches und ein liberales Modell gegeneinander. Das Thema Netzneutralität ist eigentlich nur ein Schauplatz, um volkswirtschaftlich stark unterschiedliche Vorstellungen von Wohlfahrt zu diskutieren. Manchmal wünscht man sich in der netzpolitischen Debatte, dass dieser Zusammenhang stärker mitreflektiert würde: Es gibt häufig kein endgültiges Richtig oder Falsch, sondern nur unterschiedliche Menschenbilder und Wirtschaftsentwürfe.

Freedom Boxes: Das Internet, wie es sein sollte.

Diese Woche wurde eine Feedom Box Foundation gegründet. Diese Freedom Box soll in Zukunft die Infrastruktur für dezentrale soziale Netzwerke (z.B. Diaspora) bieten. Ziel ist es

[…] das Internet und unsere Nutzung wieder so dezentral zu organisieren, wie es sich für ein demokratisches Medium gehört.

Warum ‚das Internet‘ ein ‚demokratisches Medium‘ ist, wird nicht weiter ausgeführt. Aber es steht ja jedem frei in seine eigene Infrastruktur zu investieren.

Alten-Aufstand: Senioren kämpfen gegen Kinderlärm

Wenn die lieben Kleinen unter meinem Fenster toben, könnte ich auch aus der Haut fahren. Leider liegt es in der Natur der Sache, dass wir die Kinder brauchen. Wenn schon nicht um irgendwann die Rente für die Senioren zu erwirtschaften, dann doch wenigstens zur Arterhaltung. Wir werden in Deutschland bei gleich bleibend niedrigen Geburtenrate einen Bevölkerungsrückgang erleben (Demographie Deutschlands), trotzdem sind die paar Kinder offensichtlich noch zu viel.

Die Angst der Hamburger SPD vor dem Wähler

Jens Berger schreibt über internen Richtlinien bei der SPD in Hamburg. Hamburg hat ein neues Wahlrecht, welches Kumulieren und Panaschieren erlaubt. Der Wähler kann damit unabhängig vom Listenplatz einen Politiker seine Stimmen geben. Damit die eigenen Kandidaten nun keinen Wahlkampf gegeneinander betreiben, hat die die SPD wohl diese Richtlinien erlassen.

Die Bürgerschaftswahl hat die SPD gewonnen (FAZ, SPON). Ich bin aber nicht glücklich, wenn das Aufbrechen der Wahllisten durch solche internen Richtlinien konterkariert wird.

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