Wenn ich Jurastudent wäre …

Posted by – 29. September 2008

… würde ich mich vielleicht ärgern.

Ein Freund, der Jura studiert, hat mir heute eine Seite gezeigt die mein Interesse geweckt hat. „Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät“ heißt es da und „Elektronisches Anmeldesystem zu den Veranstaltungen“. Nun damit hat er meine Aufmerksamkeit geweckt, die Juristen leisten sich ein eigenes System um die Anmeldungen zu den Vorlesungen zu verwalten. Unter „Informationen&Impressum“ steht auf der Seite dann „Das Projekt wurde ausschließlich aus Studiengebühren finanziert“.

Das ist besonders interessant, da die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät seit Jahren das ein ‚virtuelles‘ Prüfungsamt hat. Das ist zwar nicht das Hüscheste oder Modernste, aber es funktioniert. Ich bin sicher deren Software hätte man auch für die Juristen verwenden können, wenn man gewollt hätte.

Dann gibt es an der Universität des Saarlandes noch das Projekt Virtuelle Saar Universität, in dem solche Projekte Koordiniert werden sollen. Eines dieser Projekte ist z.B. CLIX, ein eLearning-Portal. Dozenten können Unterlagen veröffentlichen und Studierende können sich über Foren über Vorlesungsinhalte austauschen. Als Student, hatte ich persönlich schon mit CLIX zu tun und bin nicht überzeugt. Vielleicht schreibe ich da irgendwann mal mehr zu. Die Juristen scheinen aber mit diesen Projekten nichts zu tun zu haben und haben wohl ein Insellösung gebaut.

Darüber hinaus gibt die Universität des Saarlandes Geld für HISLSF aus. In naher Zukunft soll die komplette Verwaltung von An- und Abmeldungen zu Lehrveranstaltungen über dieses System abgewickelt werden. In der Informatik wird es z.B. bereits eingesetzt. Wir sind zwar am Lästern, weil es sich nur schlecht bedienen lässt. Aber: es ist bezahlt und man kann es benutzen. Die Benutzerführung erinnert ein wenig an das oben erwähnte virtuelle Prüfungsamt der Wirtschaftswissenschaften. Ich bin sicher das die Verwaltung der Universität mit der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät bald übereinkommen wird auch auf dieses System umzusteigen, immerhin hat die Universität dafür viel Geld ausgegeben und treibt den Ausbau voran.

Der Selbstbau der Juristen wird also in absehbarer Zeit wieder eingestampft werden. Die Studiengebühren werden anteilig auf die Fakultäten verteilt. Die Studierenden der juristischen Fakultät sollen damit tun was sie für richtig halten.

Gut das ich mir darüber also keine Gedanken machen muss. Jetzt brauche ich nur noch die Sache mit dem Kopfschütteln in den Griff bekommen.

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