Trial of the Clone

Posted by – 24. Oktober 2012

Am Montag war mein Exemplar von Trial of the Clone in der Post. Um was geht es in dem Buch? Es ist ein komplettes Abenteuerspiel, bei dem man den Handlungsablauf selbst bestimmen kann. Die Handlung ist in kurze Abschnitte unterteilt. Am Ende eines Abschnitts entscheidet sich mit welchem Abschnitt die Handlung weitergeht. Diese Entscheidung kann man selbst treffen, evtl. hängt sie von vorherigen Entscheidungen ab oder es gibt Würfelproben. Spielbücher sind nun keine neue Idee, warum hab ich mir dann Trial of the Clone gekauft?

Das Buch ist von Zach Weiner. Dieser betreibt den Web-Comic Saturday Morning Breakfast Cereal. Um das Buch zu finanzieren hat er auf Kickstarter Geld eingesammelt. Also ein Humor den ich witzig genug finde um den Comic zu lesen, in Kombination mit einem neuen Vertriebs- und Finanzierungs-Modell das ich ausprobieren wollte.

Ich habe bis jetzt nur ein paar zufällige Abschnitte gelesen – möchte mich ja nicht selbst spoilern – am Wochenende wird aber gespielt. Es dürfte sehr unterhaltsam werden.

Gelesen, KW37

Posted by – 17. September 2012

The Single Most Important Object in the Global Economy

Paletten. Alles wird heute auf Paletten transportiert und gelagert. Dabei weiß man so gut wie nichts über Paletten. Für die Logistik der Alliierten im Zweiten Weltkrieg sind sie so wichtig gewesen, wie die Konservendose für die Kriegsführung von Napoléon. Heute gibt es verschiedene Paletten-Systeme, Probleme sich auf Standards zu einigen und Weiterentwicklungen.

Looking inside your screenshots

Blizzard hat in seinem Computerspiel World of Warcraft digitale Wasserzeichen für Bildschirmfotos eingebaut. WoW ist ein Online-Spiel und Blizzard verdient an den Gebühren für die Benutzung der Server.

It does contain the account ID, a timestamp and the IP address of the current realm. It can be used by malicious hackers to link alt. characters to accounts and target specific spam or scam attacks, and it can be used by Blizzard to track down private WoW servers. (kursiv von mir)

Vermutlich ist tatsächlich das Erkennen von privaten Servern der Grund für die Entwicklung dieser Funktion in WoW.

Fixing common Unicode mistakes with Python — after they’ve been made

Hat mir die Tage geholfen. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass wir keine komplexen Maschinen mit Computern bauen sollten solange wir nicht einmal Umlaute sicher verarbeiten können. :-)

Vertragspanne beim Bundeskriminalamt

Der Datenschutzbeauftragte kann den Quellcode des Bundestrojaner nicht einsehen. Das Bundeskriminalamt hat ihn nicht und der Hersteller möchte ihn nicht herausgeben. Bei so einer “Individualsoftware” lässt sich der Kunde eigentlich immer den Quellcode geben. Alleine schon damit man die Weiterentwicklung – Trojaner müssen ja mit der Zeit bzw. den Softwarefehlern gehen – neu ausschreiben kann (oder könnte, wenn man wollte).

Tagesschau-Ton-Witwe fürchtet um GEMA-Scheck

Die Tagesschau erneuert ihre Erkennungsmelodie. Damit verbunden sind aber auch Zahlungen der GEMA. Immerhin ist es es Werk und für die Verwendung von Werken wird gezahlt.

Leistungsschutzrecht

Posted by – 30. August 2012

Die Verlage haben sich durchgesetzt. Die Bundesregierung hat heute im Kabinett das Leistungsschutzrecht beschlossen. Damit es noch nicht in Kraft, ich zweifle aber nicht daran, dass es durch den Bundestag kommt.

In der Sache sollen Suchdienste wie Google News oder Rivva sollen für die Verwendung von kurzen Zitaten aus den Artikeln auf die sie verweisen zahlen. Natürlich nutzen Google und Rivva den Text des Verlages um ein kommerzielles Produkt zu verkaufen. Der Verlag hat durch den Verweis aber keinen Schaden. Im Gegenteil, der Verlag hat durch den Verweis auf seinen Artikel potentiell mehr Leser auf seiner eigenen Seite. Das Zitat dient dabei als eine  kurze Inhaltsübersicht bzw. Vorschau auf den Artikel.

Ich habe kein Abonnement einer Zeitung. Ich höre täglich die Nachrichten im Deutschlandfunk. Das reicht mir für das aktuelle politische Tagesgeschehen. Für Hintergründe zu einzelnen Themen gibt es – neben den Seiten der verschiedenen öffentlich rechtlichen Sender – zahlreiche Blogs die zu speziellen Themen schneller und detaillierter berichten. Als Beispiel für das Thema Bundeswehr und die zahlreichen Auslandseinsätze sei hier nur auf Augen geradeaus und Bendler-Blog verwiesen.

Wenn ich über ein Thema aktuell mehr wissen möchte nutze ich einen der Suchdienste. Aus den zum Thema gefundenen Artikeln lesen ich aber fast immer mehr als einen. Insbesondere bei kontroversen Themen habe ich so meist mehr als eine Meinung (oder mehrfach die Agenturmeldung, mit einer EIGENLeistung der Redaktion gegen null). D. h. durch die Suchdienste “konsumiere” ich mehr Presse-Erzeugnisse. Ich würde mir die unterschiedlichen Meinungen und Blickwinkel nicht von Hand zusammensuchen, dafür hätte ich auch gar keine Zeit.

Bei netzpolitik.org gibt es eine Übersicht mit Kommentaren zum Kabinettsbeschluss. Der BITKOM erklärt z.B.

Die Bundesregierung will das Gesetz gegen die grundsätzliche Kritik von Unternehmen, Bloggern und Internetexperten durchsetzen. Sie plant damit einen weltweit einmaligen Alleingang, der an internationale Gründer und Investoren ein ungutes Signal aussendet: Innovative Online-Dienste sind in Deutschland nicht erwünscht! Junge Web-Unternehmen werden so von Deutschland abgeschreckt.

So innovativ ist die Idee von Google News und Co aber eigentlich nicht. Es gibt schon länger Kaffeehäuser in denen das kommerzielle Angebot der Bewirtung mit Kaffee und Kuchen durch das Auslegen von Zeitschriften verbessert wird. Natürlich wurden diese Zeitungen gekauft. Aber es wird natürlich nur ein oder zwei Exemplare einer Ausgabe einer bestimmten Zeitung gekauft. Gelesen werden diese wenigen Exemplare dann von viel mehr Lesern im Kaffeehaus.

Den Verlagen entsteht trotzdem kein Schaden. Warum? Weil sich die Preise für die Werbung in einer Zeitung aus der Reichweite ergibt, d.h. der Zahl der Leser, und damit nicht nur aus der Zahl der verkauften Zeitungen. Diese Reichweite wollen die Verlage online augenscheinlich nicht haben. Komisch.

Gelesen, KW33

Posted by – 20. August 2012

Das Ende der offenen Plattform

Twitter hat eine neue API um das geänderte Geschäftsmodell durchzusetzen. Betroffen sind vor allem Applikationen die mehr als eine Plattform unterstützen. Die meisten Nutzer dürften meiner Meinung nach von der Änderung aber nichts bemerken und bei Twitter bleiben.

IMF Says Bailouts Iceland-Style Hold Lessons in Crisis Times

Der Internationale Währungsfonds ist überrascht. Mit der Entscheidung nicht für seine Banken zu haften hat zu einer ‘überraschend’ guten wirtschaftlichen Erholung geführt.

“Biokraftstoff E10 hat nie funktioniert”

Es kommt wieder Bewegung in die Diskussion über Kraftstoff aus Lebensmitteln. Insbesondere die Belastung des Getreidemarktes führt zu Preissteigerungen die von ärmeren Ländern nicht mehr bezahlt werden können. Hoffentlich werden die Subventionen für den Quatsch bald wieder abgeschafft.

Use the Magic SysRq Key on Linux to Fix Frozen X Servers, Cleanly Reboot, and Run Other Low-Level Commands

Damit man es weiß, wenn man es braucht.

Gelesen, KW30

Posted by – 29. Juli 2012

Die Überlebensfrage der Demokratie

Für Stoiber war der Abend ernüchternd, für mich erschreckend, für Roland Berger ein Fiasko. Zum ersten Mal hatte ich hautnah erlebt, mit wie wenig gesamtgesellschaftlicher Verantwortung Manager der Finanzindustrie agieren.

Der Bund steht ohne Wahlrecht da

Es war ein Urteil mit Ansage: Wie erwartet, hat das Bundesverfassungsgericht heute das Wahlgesetz gekippt. Die Regierungskoalition hatte die neuen Regelungen vor einigen Monaten im Alleingang durchgesetzt – und dabei offenkundige Bedenken ignoriert.

Der Finanzjunkie Berlin

Es geht um eine Erschöpfung und das Gefühl, dass sich dort nie etwas ändern wird, solange es immer jemanden gibt, der für diese Eskapaden aufkommen muss.

Helgolands Polizeiauto

Eine Insel. Eine Straße. Ein Auto. Mehr müsste man zu dem ganzen Drama nicht sagen. Das Satiremagazin extra 3 tut es trotzdem. Von Britta von der Heide.

Gelesen, KW 29

Posted by – 22. Juli 2012

Urheberrecht oder die Schere im Kopf

Vor einigen Wochen wurde Andrea Juchem für die Verwendung eines Bildes abgemahnt. Die Geschichte ging zwar glimpflich aus, der Kontakt mit der Abmahn-Industrie hat aber Spuren hinterlassen.

Skandalsteuer: Zwingt Finanzamt Tafeln ins Aus?

Im Besten Fall sitzt da ein Troll im Finanzamt und möchte die Politik zum Handeln motivieren. Ich fürchte aber, der Troll will einfach nur mehr Geld eintreiben.

PC-Kenntnisse sind in diesem Land schwer verfügbar

Ich habe letztens gefordert, dass Programmiersprachen als zweite Fremdsprache an Schulen unterrichtet werden sollten, um den Schülern ein besseres Rüstzeug zu geben. Eine Programmiersprache zu verstehen wird künftig so wichtig sein, wie Latein-Kenntnisse im 19. und 20. Jahrhundert.

Ich fürchte Nico Lumma verwechselt hier etwas. Programmiersprachen kommen und gehen. Was man wirklich verstehen und nicht (auswendig) lernen muss sind die abstrakten Algorithmen. Verstehen muss man sie damit später die Anwendung auf konkrete Probleme möglich ist. So etwas ist aber keine Schul- sondern eine Informatiker-Ausbildung. Die Schule sollte sich auf allgemeine Grundlagen wie Lesen, Schreiben und Rechnen konzentrieren und diese möglichst tief vermitteln. Mit einer solchen Grundlage würde dann auch ein späteres Ingenieur- oder Informatik-Studium leichter fallen.

America Is A Violent Country

Es wird aber friedlicher, zumindest im langfristigen Trend. Der Originalartikel gibt als Quelle die OECD an.

Gelesen, KW27

Posted by – 9. Juli 2012

Die drei Ebenen des Falls Johannes Ponader

Till Westermayer über verschiedene Aspekte die man im »Fall Ponader« betrachten kann.

A Solution to the Twitter API Problem

Twitter versucht sein Geschäft so umzubauen, dass es auch ein Geschäft ist. D.h. das Geld rein kommt. Im Moment ist Twitter dabei auf einem Irrweg unterwegs. Nova Spivack hat hier eine Analyse und einen Vorschlag wie Twitter Geld verdienen kann ohne seine Grundlagen zu zerstören gemacht.

Bundestag-Abstimmung: Fortentwicklung des Meldewesens

Mein Steuergeld bei der Arbeit. In weniger als einer Minute wird ein Gesetz durchgewunken. Dabei wurde beschlossen, dass die Meldeämter jetzt meine Daten weiterverkaufen dürfen, auch wenn ich dagegen widersprochen habe.

Gesetzgeberische Infamie

Der Anwalt Udo Vetter hilft bei der Einordnung dieses neuen Gesetzes und hat dabei einen Punkt den ich noch nicht im Blick hatte:

Zufälligerweise ist diese Regelung aber auch ein Anliegen der GEZ. Die Rundfunkgebühren werden bald nach Haushalten und nicht mehr nach Personen berechnet. Da stellt sich die Frage, wer denn konkret Zahlungspflichtiger ist, also tatsächlich an der Adresse wohnt und damit zum Haushalt gehört. Das lässt sich natürlich am einfachsten belegen, wenn Informationen zum Mietverhältnis vorlegen. Die Vermieterbestätigung, auf die nun etliche Jahre verzichtet wurde, liefert genau diese Daten.

Lieber NSU-Ausschuss, Teil 3!

Als normal gebildeter Laie denkt man ja die Polizei ermittelt selbstständig und dann so etwas.

Auch hätte das BKA in Richtung Rechtsextremismus ermittelt, „wenn die Politik mehr kleine Anfragen zum Thema gestellt hätte“, so Ziercke.

Das erste Mal

Posted by – 8. Juli 2012

Nein, nicht das. Gemeint ist natürlich der erste Kontakt mit Alkohol in der Jugend. Für den einen ist es der Kasten Bier nach dem Training im Fußballverein oder bei der Freiwilligen Feuerwehr nach der Übung. Alkohol ist vollkommen normal und das nicht-trinken gilt im besten Fall als ungewöhnlich.

Jetzt sorgt die u.a. für Jugend zuständige Bundesministerin Schröder mit einem neuen Gesetzentwurf für Unmut. Laut ‘Bild am Sonntag’ müssen Jugendliche unter 16 Jahren dann künftig öffentliche Veranstaltungen mit Alkoholausschank bis spätestens 20 Uhr verlassen haben, zumindest wenn sie ohne Eltern dort sind. Die Maßnahme soll im Kampf gegen Komasaufen helfen.

Jetzt ist es aber gerade die Jugendorganisation der CDU, die Junge Union JU, d.h. die Partei von  Frau Schröder, die Jugendliche mit verbilligten Alkohol in ihre Organisation locken möchte. Seit ein paar Jahren wird von der JU das Label ‘Black is beautiful’ für eine Party-Reihe. Wie eine solche Party dann aussieht hat der NDR mit einem Kamerateam dokumentiert. Den passenden Bierdeckel kann der Ortverband im JU-Shop kaufen, Euro 2,40 für 50 Stück ‘Bierglasuntersetzer mit Beitrittserklärung’.

Daran ist in meinen Augen nichts verwerflich, Alkohol für Jugendliche ist in unserer Gesellschaft normal. Um die politischen Absichten und Ansichten beim Jugendschutz richtig einordnen zu können sollte man es aber wissen.

Frau Schröder trat im Alter von 14 Jahren in die Junge Union ein. Ich selbst war von 1998 bis 1999/2000 in der Jungen Union im Saarland engagiert. Nach dem Beginn meines Studiums habe ich mich dort aber nicht mehr blicken lassen, u.a. weil die Junge Union als einen reinen Sauf-Verein wahrgenommen habe und sich die politische Arbeit darauf beschränkte im richtigen Moment die Hand zu heben. Frau Schröder scheint es dort besser gefallen zu haben.

Ehrlicher Link-Spam

Posted by – 6. Juli 2012

Neulich im Papierkorb:

Wie in vielen aneredn Bereichen auch zahlen sich beim Linkaufbau Ehrlichkeit, Qualite4t, harte Arbeit und Konstanz aus. Auch wenn man ungeduldig ist und sofort Ergebnisse sehen mf6chte, ist es besser, wenn man feststellen kann, dass der Erfolg von Dauer ist und man icht nur ein paar Wochen auf Platz 1 zu findne ist und dann aus dem Index verbannt wird, weil man sich nicht an die Regeln gehalten hat.

Ist doch mal ein erfrischend ehrlicher Textschnippsel für einen Spam Kommentar.

Gelesen, KW26

Posted by – 2. Juli 2012

Wie Staaten ihre Unterfinanzierung organisieren

Die permanente Unterfinanzierung der Staaten aufgrund der permanenten Steuerflucht ihrer reichsten Bürger führt dazu, dass die Regierungen teure Kredite aufnehmen müssen. Die Banken, die den reichen Bürgern beim Verstecken der Schwarzgelder helfen, verdienen dann ein zweites Mal an den hohen Kreditzinsen für die Staatsanleihen.

Wolfgang Michael anlässlich der Zustimmung von Bundestag und Bundesrat zu Fiskalpakt und ESM.

 

Eben Moglen: Time To Apply The First Law Of Robotics To Our Smartphones

Eben Moglen sieht in unseren Smartphones eine erste Form von Robotern die unseren Alltag mitbestimmen. Diese Geräte arbeiten aber nicht nur für uns, sie arbeiten auch für andere. Die Hersteller behalten die Kontrolle über die Software auf den Geräten, die Daten der Nutzer werden zentral gespeichert und ausgewertet. Für die Nutzer kann dies, laut Moglen,  negative Folgen haben. Von einem höheren Preis für eine Dienstleistung, weil das Nutzerprofil eine Konsumneigung festgestellt hat, bis zu Folter im Gefängnis, weil man sein Smartphone auf einer politischen Demonstration dabei hatte.

Das erste Gesetz ‘Ein Roboter darf kein menschliches Wesen verletzen oder durch Untätigkeit gestatten, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird.’ ist damit die Forderung nach konsequentem Datenschutz und der Hoheit über die Software auf den eigenen Geräten. Ein Thema, welches uns in Zukunft sicher noch häufiger begegnen wird.

 

Es gab auch noch Fußball

Deutschland hat gegen Italien verloren und Italien hat gegen Spanien verloren. Damit ist Spanien Fußball-Europameister. Herzlichen Glückwunsch.